Was würdest du tun, wenn ...?

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Der Autor setzt sich mit einer Frage auseinander, die sehr oft an Christliche Wissenschaftler gestellt wird.

Was würden Sie tun, wenn Sie „dieses oder jenes“ hätten? An die Stelle von „dieses oder jenes“ kann man alles Mögliche setzen, irgendeine Krankheit oder irgendeine Verletzung.

Die meisten Christlichen Wissenschaftler werden früher oder später von interessierten Mitmenschen danach gefragt.

Es ist eine intelligente Frage und ich bin dankbar für jede Person, die verstehen möchte, warum Christliche Wissenschaftler sich vertrauensvoll auf die Christliche Wissenschaft um Heilung verlassen. Und da jeder Christliche Wissenschaftler diese Frage ganz individuell beantworten würde, so ist das, was folgt, nicht die Antwort, sondern der Versuch, auf meine Weise Licht in diesen Entscheidungsprozess einfließen zu lassen.

Christliche Wissenschaftler setzen sich mit dem Zustand einer Verletzung oder einer Krankheit in derselben Weise auseinander, wie die meisten anderen Menschen es tun, seien sie ihrer Überzeugung nach Monotheisten, Polytheisten oder Atheisten – nämlich mit dem Wunsch, Heilung zu erlangen. Sicherlich entscheidet sich jeder oder jede für einen Heilungsprozess, bei dem sie oder er die bestmögliche Heilung erwartet.

Bei Rückenschmerzen zum Beispiel werden sich einige bei einem Arzt oder Chirurgen anmelden, andere wiederum mögen sich an einen Chiropraktiker oder einen Orthopäden wenden; wieder andere werden Erleichterung in Yoga-Übungen, Schmerztabletten oder Akupunktur suchen. Normalerweise entscheiden sich Christliche Wissenschaftler bei einem gesundheitlichen Problem für die Christliche Wissenschaft, und zwar aus dem ganz schlichten Grund, weil die Behandlung durch die Christliche Wissenschaft, oder besser gesagt, das christlich wissenschaftliche Gebet, wirksam ist. Spirituelles Heilen ist nicht etwas, woran die Christlichen Wissenschaftler glauben – mit einem blinden Glauben, sondern etwas, das sie erfahren haben. Mit anderen Worten, sie haben diese Behandlung als wirksam erlebt.

Manchmal fragt auch jemand, ob es Christlichen Wissenschaftlern erlaubt ist, einen Arzt zu konsultieren. Diese Frage erstaunt mich. Scheinbar steht der Fragesteller unter dem falschen Eindruck, dass eine kirchliche Hierarchie ihren Kirchenmitgliedern diktiert, wie sie leben müssten. Tatsache ist, dass christlich-wissenschaftliche Kirchenmitglieder freie, sittlich handelnde Bürger sind, mit dem unveräußerlichen Recht, jedwede professionelle Hilfe anzufordern, für die sie sich entscheiden. Wissenschaft und Gesundheit stellt klar, „dass allen das Recht zusteht, ihre eigene Erlösung entsprechend ihrer Erleuchtung auszuarbeiten. …“ (S. 443)

Während der ersten 20 Jahre meines Lebens bekam ich persönlich umfassende, medizinische Betreuung gegen verschiedene Arten von Leiden. Dann wurde ich Student der Christlichen Wissenschaft, nachdem ich augenblicklich von einer ernsthaften Krankheit durch die Christliche Wissenschaft geheilt worden war, die weder durch die Medizin noch durch eine Operation hatte geheilt werden können.

Aber nun zurück zu der Frage „Wa würden Sie tun, wenn … ? Als Wirtschaftsfachmann weiß ich, wie schwer es ist, etwas über die Zukunft vorherzusagen. In diesem Bewusstsein lassen Sie mich anstelle der Frage „Was würden Sie tun, wenn …“? mit einem konkreten „Was tat ich, als …“? antworten.

Als ich vor 18 Jahren zum ersten Mal Basketball gespielt hatte, verletzte ich mir schwer das Knie. In den folgenden Monaten bat ich von Zeit zu Zeit einen Praktiker der Christlichen Wissenschaft um Unterstützung. Das erleichterte mir die Schmerzen und ich konnte gehen; aber die Wochen vergingen und das Knie blieb geschwollen und schwach – und beugen konnte ich es auch nicht.

Einmal zog ich eine arthroskopische Operation in Betracht, nachdem ich gelesen hatte, dass einer meiner Lieblings-Profi-Athleten bei einem Baseball-Spiel mitspielte, nachdem er sich nicht mal zwei Wochen zuvor einer solchen Operation unterzogen hatte. Jedoch wurde mir bewusst, dass, wenn ich von der Voraussetzung ausginge, dass ich ein physisches Wesen sei, das einer Wiederherstellung der Materie bedurfte, um gesund zu sein, das der Heilung durch die Christliche Wissenschaft nicht förderlich sein würde, die von der gegenteiligen Voraussetzung ausgeht, nämlich dass der Mensch (gemeint ist jeder von uns in seiner wahren geistigen Natur) das immerwährende, intakte geistige Bild und Gleichnis Gottes ist.

Auch wenn ich natürlich das starke Verlangen hatte, mein Bein so bald als möglich wieder normal benützen zu können, beschloss ich, mich ganz und gar auf die Christliche Wissenschaft zu verlassen, auch wenn die Heilung viel länger dauern sollte als bei einer Operation.

Das war ein radikaler Standpunkt, den nicht jeder wählen würde, und doch wählte ich ihn. Warum? Ich war von einer anderen Sportverletzung schnell und hundertprozentig geheilt worden (nachzulesen im Christian Science Journal , März 2008, Seite 34), und auch viele andere Male, als ich von anderen Problemen geheilt worden war. Ich stellte mir vor, dass, wenn Gott mich bei Thema A, B und C geheilt hatte, Er mir sicherlich auch bei M, N und O helfen würde. Ich wusste, dass Gott mich niemals verlassen würde, und auch ich wollte Ihn nicht verlassen.

Einige Wochen später, als ich die wöchentliche Bibellektion las zum Thema „Gott, die einzige Ursache und der einzige Schöpfer“, erkannte ich ganz klar, dass Gott nicht nur keine Verletzungen an Seiner geistigen Schöpfung zuließ, Er konnte auch nicht solche Situationen erzeugen, welche ein solches Ergebnis hervorbringen können.

Danach rief ich wieder einmal einen Christian Science Praktiker an und bat um Unterstützung.

Nachdem ich aufgelegt hatte, eilte ich zur Tür hinaus, um einen Auftrag zu erledigen.

Als ich steifbeinig auf mein Auto zuging, war mein Knie geschwollen, schwach und unbeweglich, so wie es schon seit Wochen gewesen war. Aber das betraf mich gar nicht mehr. Ich war zufrieden und ruhig – getröstet durch die klare Empfindung dass Gottes Schöpfung (und das schloss mich ein!) vollkommen ist. Als ich ungefähr 70 Minuten später aus meinem Auto ausstieg, war mein Knie vollkommen normal.

Was für ein erhabener, freudiger Augenblick! Ich konnte nachempfinden, was der Mann fühlte, den Petrus und Johannes vor der Tür des Tempels geheilt hatten, er „ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.“(Apostelgeschichte 3:8)

Diese atemberaubende plötzliche Heilung meines Knies – mit Null Nebenwirkungen, Nachwirkungen oder Erholungsphasen – bestätigten mir Mary Baker Eddys Feststellung in Wissenschaft und Gesundheit auf Seite 402: „Christian Science ist immer der geschickteste Chirurg.“

So, nun wissen Sie es. Auch wenn ich keine Antwort auf die Frage „Was würde ich tun, wenn …?“ gegeben habe, habe ich sie ersetzt durch meine Erzählung „Was ich tat, als …“ Wie jeder, der die Heilungen in diesem Magazin oder in anderen Publikationen lesen kann, z. B. im Christian Science Sentinel oder Journal erkennen kann, gibt es keine Formel für das Gebet in der Christlichen Wissenschaft. Verschiedene, heilende Ideen bringen Heilung.

Aber die zugrunde liegende Wissenschaft bleibt immer dieselbe – ein vollkommener Schöpfer und eine vollkommene Schöpfung (wir!), und jeder von uns hat das Recht, das zu entdecken, zu verstehen und sich als die individuelle Idee und als das Gleichnis unseres liebenden, göttlichen Elterngemüts zu erfahren. Und jeder von uns erlangt auf seinem individuellen Weg das Verständnis von seiner Beziehung zu Gott.

Ich hoffe, Sie genießen Ihre Reisen dahin, so wie ich meine.